Die meisten Spieler sind in Spielergruppen organisiert, die häufig auf ehrenamtlicher Vereinsarbeit fußen. Diese Gruppen haben meist einen gemeinsamen Spielhintergrund und verkörpern Gemeinschaften, in denen jeder eine spezifische Funktion erfüllt. Auf Veranstaltungen wie dem Epic Empires schließen sich solche Spielergruppen mit homogenen Spielhintergründen zu großen Themenlagern zusammen – im Pilgerlager bspw. 160 Personen aus mehr als einem Dutzend Spielergruppen. Selbstverständlich gibt es ein paar grundlegende Regeln, die jeder beherzigen sollte, um sich in einer Spielergruppe wohlzufühlen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man in einer Spielergruppe zwar individuelle Freiheiten aufgeben muss, dafür aber auch ein einzigartiges Gruppenerlebnis erfahren kann.

Teamfähigkeit und Mut zu Herausforderungen: Im Lager und Felde sind die meisten Gruppen darauf angewiesen, zusammenzuarbeiten. Dies macht es nötig, ein Team zu sein, dementsprechend arbeiten zu können und seine Fähigkeiten im Sinne aller einzusetzen. Man darf sich nicht zu schade sein, mit anzupacken und auch unliebsame Dinge zu erledigen. Man sollte sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen wollen und dementsprechend sein Spiel gestalten.

Selbstständigkeit und Aufmerksamkeit: Es ist wichtig sich selbst organisieren zu können und ein Auge für das große Ganze zu haben. Es gibt immer Dinge, die man erledigen kann, sei es Ordnung im Lager zu halten, kleine Besorgungen zu machen oder sein Spiel vorzubereiten und Spielmöglichkeiten anzustoßen. So lässt sich die Aktivität der Gruppe interaktiv mitgestalten und der Spielspaß nachhaltig steigern.

Ambiente und Gewandung: Viele Gruppen legen hohen Wert auf Ambiente, um für sich und ihre Mitspieler einen tollen Rahmen für schönes Spiel zu schaffen. Es ist wichtig, dass alle eine Ausrüstung und Gewandung haben, die in diesen Rahmen passt. Man muss auch bereit sein, sich Gewandung und Ausrüstung zuzulegen, die dem Gesamtkonzept und dem Erscheinungsbild der Gruppe entspricht.

Mithilfe im gemeinsamen Lager: Viele Gruppen bauen ein gemeinschaftliches Lager auf. Dieses bietet oft Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, Kochmöglichkeiten, Beleuchtung und ein schönes Ambiente. Da es sich dabei häufig um Privateigentum der Gruppenmitglieder handelt ist damit stets pfleglich umzugehen, auch und vor allem in Lagern anderer Gruppen. Die Lager werden vor und nach der Veranstaltung gemeinschaftlich, durch die Spielergruppen, auf- und abgebaut. Während der Lagerzeit wird nicht selten gemeinsam gekocht, gemeinsam abgespült und das Lager gemeinsam aufgeräumt und sauber gehalten. Jeder trägt seinen Teil zum Ganzen bei.

In-time-Bereiche, Out-time-Bereiche und Auszeiten: Das offene Lager wird in der Regel 24 Stunden in-time bespielt. Ausgenommen hiervon sind meist die geschlossenen Zelte, die auf vielen Veranstaltungen als Out-time-Bereich gelten und in keinem Falle unaufgefordert betreten werden sollen. Ebenso gelten die Sanitärbereiche auf den meisten Veranstaltungen als out-time. Generell sollte man, Mitspieler, die sich erholen müssen, nicht stören. Wer eine Auszeit von dem Spiel braucht, kann sich nach Ankündigung zurückziehen, sollte die anderen Mitspieler aber nicht dadurch stören und die Spielleitung in Kenntnis setzen.

Teilnahme am Themenlager: Sofern man an einem Themenlager teilnimmt, ist es wichtig das Lager als ein Gemeinschaftsprojekt zu begreifen, in dem die einzelnen Spielergruppen in eine große Lagergruppe aufgehen. So bringt sich jeder Teilnehmer mit Ideen und Spielbeiträgen, aber auch seiner Arbeitskraft nicht nur in seiner Spielergruppe, sondern auch in das Themenlager mit ein. Dabei sollte man keine Scheu davor haben, das eigene Charakter- und Gruppenspiel als auch den Spielhintergrund zugunsten des Lagerthemas unterzuordnen. Jeder einzelne Charakter hat darüber hinaus konkrete Beweggründe, weshalb er sich in einem Themenlager befindet.