Es gibt verschieden Formen des Rollenspiels. Seien es kindliche Rollenspiele wie Vater-Mutter-Kind oder die ständig wechselnden Rollen die wir im Alltag annehmen, in Beruf, Familie oder Freizeit, Formen von Pen-&-Paper-Rollenspielen, Computer- und Onlinerollenspiele. Eine weitere Form des Rollenspiels ist das Live-Rollenspiel, das vor allem unter dem Begriff LARP (Live Action Role Playing) bekannt ist. Live-Rollenspiel wird seit über 20 Jahren in Deutschland betrieben. Im Live-Rollenspiel geht es darum, gemeinsam mit anderen Teilnehmern interaktiv eine Abenteuergeschichte zu bestehen und durch eigene Handlungen deren Ablauf und Ausgang mitzugestalten. Das Spiel wird jedoch nicht nur kognitiv am Bildschirm oder Spieltisch erfahren, sondern körperlich erlebt wird. Eine gern verwendete, vereinfachte Beschreibung des Live-Rollenspiels lässt sich fassen als: „Wir spielen ‚Der Herr der Ringe‘ nach.“

Vom Live-Rollenspiel, das sich häufig an Settings der Fantasy-Literatur orientiert, lässt sich das Reenactment unterscheiden, das streng historischen Settings folgt. Im Live-Rollenspiel werden in der Regel keine historischen Ereignisse nachgestellt, jedoch hat sich eine Form des Live-Rollenspiels unter dem Begriff Reenlarpment entwickelt, die einen historischen Spielhintergrund vorgibt. Charaktere und Gewandungen sollen zeitlich und regional in den historischen Rahmen passen, jedoch keine historischen Ereignisse nachstellen, sondern sich in diesem Setting frei bewegen. Darüber hinaus gibt es eine Spielszene, die sich als Histo-Larper beschreibt und einen pseudohistorischen oder historischen Spielhintergrund – im Sinne eines historisch-fiktiven Live-Rollenspiels – verfolgt, der einen etwas breiteren Spielrahmen vorgibt als das Reenlarpment. Das historisch-fiktive Live-Rollenspiel und Reenlarpment legt sehr viel Wert auf Authentizität der Gewandungen und bewegt sich auf einem Darstellungsniveau das sehr viele – populäre – Mittelaltermärkte übertrifft. Ein Beispiel hierfür ist das Pilgerlager, dessen Ziel es ist, eine an das reale Mittelalter angelehnte Stadt zu bespielen, eines von vielen Themenlagern auf der Veranstaltung Epic Empires.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Live-Rollenspiel zu betrachten und zu definieren. Live-Rollenspiel kann in erster Linie als eine Form des Laienschauspiels oder Improvisationstheaters begriffen werden, im Gegensatz zu diesen sind Zuschauer – wie bspw. auf Mittelaltermärkten – beim Live-Rollenspiel jedoch unüblich. Live-Rollenspiel lässt sich allgemein als eine Form verschiedener Künste begreifen. Neben dem Schauspiel und dem schriftstellerischen Konstruieren von Hintergrundgeschichten ist es vor allem die Kunstfertigkeit beim Erstellen der Kostüme, bei dem u.a. das Plattner-, Schneider- und Lederhandwerk Anerkennung finden. Daneben findet sich im Kulissenbau das Tischler- und Malerhandwerk wieder. Somit werden Live-Rollenspieler im Kleinen zu Kostüm-, Bühnen- und Szenenbildnern. Auch die Maskenbildnerei kommt bei der Darstellung von Verwundungen und fantastischen Wesen zu ihrer Geltung. Aber auch Kampf, Tanz und Musik werden im Live-Rollenspiel verkörpert. Das Live-Rollenspiel lässt sich in seiner Gesamtheit als eine Form der darstellenden Kunst sehen. Im Sinne der Darstellung von Kämpfen im Live-Rollenspiel kann es auch als Sport oder Wettkampf begriffen werden – wobei gerade im Live-Rollenspiel die Grundsätze der Fairness, das Einhalten der Regeln und das Behandeln des Partners mit Respekt eine überaus wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus gilt, dass die Form einer schönen Darstellung dem bloßen Wettkampf stets vorzuziehen ist, da so die gegenseitige Anerkennung der Mitspieler auf einer wesentlich breiteren Basis steht. Live-Rollenspiel enthält auch pädagogische Elemente. So werden in ungewöhnlichen und unerwarteten Situationen die Teilnehmer vor neue Herausforderungen gestellt, die die Kommunikations- und Teamfähigkeit als auch das Entwickeln kreativer Lösungen fördern. Durch Rollenspiele werden Selbst- und Fremdbeobachtungsfähigkeiten geschult. Darüber hinaus ist Live-Rollenspiel ein Gruppenerlebnis, bei dem der Respekt voreinander und der Umgang miteinander von entscheidender Bedeutung sind.

Das Hobby Live-Rollenspiel als Freizeitbeschäftigung zeichnet sich insbesondere durch seine Inklusivität aus. Grundsätzlich ist es möglich, ohne großen Aufwand in das Hobby einzusteigen. Viele Informationen, die dabei helfen sich im Hobby zurechtzufinden, sind im Internet verfügbar. Es gibt verschiedene Plattformen und Communities, in denen sich zum Thema LARP ausgetauscht wird. Unter anderem die Internetseiten: larpwiki.de, larpkalender.de und larper.ning.com. Darüber hinaus bietet das Live-Rollenspiel-Magazin LARPzeit viele Tipps und Tricks rund um das Thema, hier werden Rollenspielkonzepte, Bastelprojekte, Veranstaltungen, aber auch Live-Rollenspieler und Live-Rollenspielgruppen vorstellt. Des Weiteren gibt es seit 2006 den MittelPunkt, eine jährliche Live-Rollenspiel-Tagung um Ideen, Konzepten und Erfahrungen in Hinblick auf Live-Rollenspiel-Veranstaltungen auszutauschen. Zu dieser LARP-Konferenz erscheinen auch Aufsatzsammlung die sich mit dem Thema der Tagung befassen.

Live-Rollenspiel als Hobby ist grundsätzlich für alle geeignet, die Freude an Schauspiel, Kostümen und fiktionaler als auch wissenschaftlicher Literatur haben und schon immer einmal in einen eigenen Film eintreten wollten. Darüber hinaus ist Kreativität, handwerkliches Geschick und die Neugier sich auszuprobieren von entscheidendem Vorteil. In jedem Fall ist Live-Rollenspiel aber ein Gemeinschaftsspiel, bei dem der Spielspaß im Vordergrund stehen soll.
 
Die meisten Spieler sind in Spielergruppen organisiert, die häufig auf ehrenamtlicher Vereinsarbeit fußen. Diese Gruppen haben meist einen gemeinsamen Spielhintergrund und verkörpern Gemeinschaften, in denen jeder eine spezifische Funktion erfüllt. Auf Veranstaltungen wie dem Epic Empires schließen sich solche Spielergruppen mit homogenen Spielhintergründen zu großen Themenlagern zusammen – im Pilgerlager bspw. 160 Personen aus mehr als einem Dutzend Spielergruppen. Selbstverständlich gibt es ein paar grundlegende Regeln, die jeder beherzigen sollte, um sich in einer Spielergruppe wohlzufühlen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man in einer Spielergruppe zwar individuelle Freiheiten aufgeben muss, dafür aber auch ein einzigartiges Gruppenerlebnis erfahren kann.

Teamfähigkeit und Mut zu Herausforderungen: Im Lager und Felde sind die meisten Gruppen darauf angewiesen, zusammenzuarbeiten. Dies macht es nötig, ein Team zu sein, dementsprechend arbeiten zu können und seine Fähigkeiten im Sinne aller einzusetzen. Man darf sich nicht zu schade sein, mit anzupacken und auch unliebsame Dinge zu erledigen. Man sollte sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen wollen und dementsprechend sein Spiel gestalten.

Selbstständigkeit und Aufmerksamkeit: Es ist wichtig sich selbst organisieren zu können und ein Auge für das große Ganze zu haben. Es gibt immer Dinge, die man erledigen kann, sei es Ordnung im Lager zu halten, kleine Besorgungen zu machen oder sein Spiel vorzubereiten und Spielmöglichkeiten anzustoßen. So lässt sich die Aktivität der Gruppe interaktiv mitgestalten und der Spielspaß nachhaltig steigern.

Ambiente und Gewandung: Viele Gruppen legen hohen Wert auf Ambiente, um für sich und ihre Mitspieler einen tollen Rahmen für schönes Spiel zu schaffen. Es ist wichtig, dass alle eine Ausrüstung und Gewandung haben, die in diesen Rahmen passt. Man muss auch bereit sein, sich Gewandung und Ausrüstung zuzulegen, die dem Gesamtkonzept und dem Erscheinungsbild der Gruppe entspricht.

Mithilfe im gemeinsamen Lager: Viele Gruppen bauen ein gemeinschaftliches Lager auf. Dieses bietet oft Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, Kochmöglichkeiten, Beleuchtung und ein schönes Ambiente. Da es sich dabei häufig um Privateigentum der Gruppenmitglieder handelt ist damit stets pfleglich umzugehen, auch und vor allem in Lagern anderer Gruppen. Die Lager werden vor und nach der Veranstaltung gemeinschaftlich, durch die Spielergruppen, auf- und abgebaut. Während der Lagerzeit wird nicht selten gemeinsam gekocht, gemeinsam abgespült und das Lager gemeinsam aufgeräumt und sauber gehalten. Jeder trägt seinen Teil zum Ganzen bei.

In-time-Bereiche, Out-time-Bereiche und Auszeiten: Das offene Lager wird in der Regel 24 Stunden in-time bespielt. Ausgenommen hiervon sind meist die geschlossenen Zelte, die auf vielen Veranstaltungen als Out-time-Bereich gelten und in keinem Falle unaufgefordert betreten werden sollen. Ebenso gelten die Sanitärbereiche auf den meisten Veranstaltungen als out-time. Generell sollte man, Mitspieler, die sich erholen müssen, nicht stören. Wer eine Auszeit von dem Spiel braucht, kann sich nach Ankündigung zurückziehen, sollte die anderen Mitspieler aber nicht dadurch stören und die Spielleitung in Kenntnis setzen.

Teilnahme am Themenlager: Sofern man an einem Themenlager teilnimmt, ist es wichtig das Lager als ein Gemeinschaftsprojekt zu begreifen, in dem die einzelnen Spielergruppen in eine große Lagergruppe aufgehen. So bringt sich jeder Teilnehmer mit Ideen und Spielbeiträgen, aber auch seiner Arbeitskraft nicht nur in seiner Spielergruppe, sondern auch in das Themenlager mit ein. Dabei sollte man keine Scheu davor haben, das eigene Charakter- und Gruppenspiel als auch den Spielhintergrund zugunsten des Lagerthemas unterzuordnen. Jeder einzelne Charakter hat darüber hinaus konkrete Beweggründe, weshalb er sich in einem Themenlager befindet.
 
Der Marturien e.V. ist eine organisatorisch und arbeitstechnisch sehr gut eingespielte Gruppe mit viel Spaß am Lagerleben und Feiern. Das Ein- und Ausladen des Equipments und Auf- und Abbauen des Lagers wird an wenige Verantwortliche delegiert und alle packen ohne Diskussionen mit an. Das marturische Lager ist funktional und ästhetisch auf einem hohen Niveau innerhalb des deutschen Live-Rollenspiels. Im marturischen Lager ist es jedoch in erster Linie die Gastfreundschaft, die die gute Stimmung und das stimmige Ambiente ausmacht und wodurch sich der Marturien e.V. einen guten Ruf erarbeitet hat. Auch für Gewandung und (Aus)rüstung der Spieler gilt es, den Anspruch der Gruppe auszudrücken und individuelles Rollen- und Charakterspiel stets zu steigern. Hier werden nochmals ein paar grundlegende Regeln des gemeinsamen Veranstaltungsbesuchs und die organisatorische Abwicklung erläutert. Es empfiehlt sich auch die Spielphilosophie hinter dem Regelwerk des Epic Empires und den Pilgerlager Leitfaden anzuschauen.

Spielregel-Ansatz: Grundsätzlich gilt für unser Spiel „Du kannst, was du darstellen kannst“ (DKWDDK) mit einer Orientierung an den Darstellungsmöglichkeiten des aktuellen DragonSys Regelwerk, vor allem in Punkto Heilung, Alchimie und klerikale Fähigkeiten. Wir sehen keinen Widerspruch darin Darstellungsinhalte eines punktbasierten in einem punktelosen Regelwerk, als Orientierung für mögliche Darstellungsinhalte, zu nutzen. Da die Fähigkeiten der Charaktere, nach wie vor. nicht durch Punkte, sondern die Glaubwürdigkeit der Darstellung beschränkt bleiben. Wir beachten darüber hinaus die sogenannte Opferregel – dass der Spieler selbst entscheiden darf, ob, wann und wie sein Charakter stirbt. Grundsätzlich gilt für uns: Was wir out-time nicht darstellen können, ist in-time nicht existent.

Ernsthaftigkeit: Wir gehen davon aus, dass die bespielten Situationen im Spiel eine ernsthafte Bedrohung darstellen und setzen alles daran, diese auszuschalten. Dabei ist uns das Risiko des Verlustes des Charakters bewusst. Wobei jedoch eine gesunde Portion Selbstironie à la Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“ stets von Hilfe sein kann. Die Ernsthaftigkeit der Darstellung darf nie über dem Spaß am Spiel stehen!

Kämpfe: Wir mögen „harte“ und „realitätsnahe“ Kämpfe. Infights sowie das Stoßen mit dem Schild sind nach Verständigung mit dem Gegenüber durchaus üblich und auch Kopftreffer gegen Mitspieler mit Helmen sind in unserem Rahmen, sofern Kämpfer dazu im Stande sind sich unter Kontrolle zu halten. Jedoch halten wir uns zu allererst an das Regelwerk und die Vorgaben der jeweiligen Veranstalter sowie den gesunden Menschenverstand. Fairness und schönes Spiel sind immer oberstes Gebot.

Sport und Fitness: Wenn wir die körperliche Komponente des Live-Rollenspiels benennen, sollte es durchaus auch Teil unseres Spiels sein, sich körperlich fit zu machen. Von daher gibt es jeden Morgen ein kleines Sportprogramm, mit dem wir uns fit machen für die Bewegungen und Belastungen des Live-Rollenspiels und auch die nötige Ausdauer trainieren möchten. Durch unser Training möchten wir vor allem auch Verletzungen vorbeugen. Außerdem soll durch den gemeinsamen Frühsport das Gruppenerlebnis gefördert und Spaß an Bewegung vermittelt werden. Unser Sportprogramm ist der erste Teil unseres Kampftrainings.

Genuss von Alkohol: Wir gehen davon aus, dass unsere Mitspieler in der Lage sind, den Genuss von Alkohol auf der Veranstaltung bewusst und verantwortungsvoll zu handhaben. Wer stark alkoholisiert ist, ist nicht mehr in der Lage, sich vollständig am Spielgeschehen zu beteiligen. Auf keinen Fall sollte sich jemand unter starkem Alkoholeinfluss in Kämpfe begeben oder das Spiel anderer stören. Nichtsdestotrotz ist gegen ein Bier zum Essen nichts zu sagen, und am Abend zünftig zu Feiern gehört eben auch irgendwie dazu.

Gruppenequipment und Gastfreundschaft: Der Marturien e.V. reist mit reichlich Gruppenequipment, das von wenigen Leistungsträgern der Gruppe privat gestellt wird und der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Somit ist jeder Teilnehmer aufgerufen seinen Egoismus zurückzunehmen und nicht auf seine persönlichen Eitelkeiten zu bestehen. So hilft es sich selbst als Gast zu betrachten, dem ein tolles Angebot und Gastfreundschaft zu Teil wird und sich dem entsprechend zu verhalten. Diese erfahrene Gastfreundschaft soll auch an andere Mitspieler weitergegeben werden. So sind Gäste im Regelfall gastfreundlich zu empfangen und zu bewirtet. Die dabei entstehenden Kosten für Getränke und Essen können getrost vernachlässigt werden. Ein Schluck Wasser kostet nicht viel und wem Wein und Bier ausgeschenkt wird, der bringt in der Regel als guter Gast ein Gastgeschenk mit, an dem sich ein jeder gütlich tun kann, oder spricht eine Einladung in das Lager seiner Gruppe aus. Und da beim Essen eh meist viel zu viel übrigbleibt, ist es doch eine Freude, wenn es einem Gast noch schmeckt, bevor man es wegwerfen muss.

Persönliche Vorstellung, Mindestalter und Bedenkzeit: Wer bei uns mitmachen möchte, muss sich zuvor persönlich vorstellen, um die Grundvoraussetzungen zu klären. Dies soll böse Überraschungen vermeiden, die zu unangenehmen Situationen auf Veranstaltungen führen können. Das Mindestalter, um bei uns mitzumachen und zu lagern, beträgt 18 Jahre. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass die meisten Veranstaltungen, die wir besuchen, ein Mindestalter der Teilnehmer von 18 Jahren voraussetzen. Nach dem Kennenlernen auf den ersten gemeinsamen Veranstaltungen beschließen wir dann gemeinsam, wie es weitergeht. Dabei ist eine spätere Vereinsmitgliedschaft zwingend.

Umlagen und Sammelbestellungen für Veranstaltungsbesuche: Der Marturien e.V. strebt den Besuch von wenigstens zwei größeren Live-Rollenspiel-Veranstaltungen im Sommer eines jeden Jahres an. Als Verein möchten wir all unseren Mitgliedern, die gemeinsam das Hobby Mittelalter, Fantasy und Live-Rollenspiel teilen, eine tolle Zeit auf tollen Live-Rollenspiel-Events ermöglichen. Unsere Erfahrung hat dabei gezeigt: Je mehr Leute aus unserem Verein mit uns die Veranstaltungen besuchen, desto größer ist der Spielspaß und umso vielfältiger sind unsere Möglichkeiten auf der Veranstaltung. Um Frühbucher- und Gruppenrabatte nutzen zu können, nimmt der Verein eine Sammelanmeldung durch den Vorstand vor. Um an dieser Sammelbestellung teilzunehmen ist es notwendig, den Teilnahmebeitrag bis spätestens 5 Werktage vor der Sammelbestellung auf das Vereinskonto zu überweisen oder per Lastschrift einziehen zu lassen. Für die Teilnahmebeiträge dieser Veranstaltungen werden Vorabbeiträge veranschlagt, die der Vereinshomepage zu entnehmen sind. Die Teilnahmebeiträge werden nach der Buchung abgerechnet und ggf. mit dem Mitgliedsbeitrag verrechnet. Die Kosten für Verpflegung und Lagerbetrieb auf den Veranstaltungen sowie der Transport des Equipments werden im Lagerbeitrag durch den Verein umgelegt. Der Lagerbeitrag ist bis spätestens 5 Werktage vor Veranstaltungsbeginn auf das Vereinskonto zu überweisen oder per Lastschrift einziehen zu lassen. Die Kosten für Verpflegung setzen sich aus den Kosten für Essen (tägliches Frühstück, Mittagsimbiss und warmes Abendessen) und Getränke (inkl. Erfrischungs- und alkoholische Getränke) zusammen und werden auf alle Veranstaltungsteilnehmer umgelegt. Die Kosten für den Lagerbetrieb beinhalten Brenn-, Beleuchtungs-, Reinigungs- und Instandhaltungsmaterial und werden ebenfalls auf alle Veranstaltungsteilnehmer umgelegt. Zur Berechnung der Materialtransportkosten werden 50% der anfallenden Kosten für Miete und Benzinverbrauch eines ausreichend großen Transporters auf alle Veranstaltungsteilnehmer umgelegt, nämlich zum Transport des Lagerequipments (Zelte, Baldachine, Tische, Bänke, Waffenständer, Küche, Küchen- und Lagertruhen etc.). Die anderen 50% gehen zu Lasten der regionalen Fahrgemeinschaft, die den Transporter nutzt. Die Lagerbeiträge werden auf Grundlage der Kosten des Vorjahres geschätzt und pauschal je Veranstaltung erhoben.
Für die Veranstaltungsplanung 2017 wird bspw. insgesamt ein Teilnahmebeitrag von 250 Euro und ein Lagerbeitrag von 150 Euro veranschlagt. Dazu gibt es die Empfehlung, diese Beiträge durch zehn monatliche Zahlungen von 40 Euro zwischen Januar und Oktober 2016 auf das Vereinskonto zu überweisen oder per Lastschrift einziehen zu lassen. Die frühzeitige Anmeldung zur Sammelbestellung und die Ratenzahlung der Beiträge sollen finanzielle Engpässe, persönliche Planungsunsicherheiten und das Versäumen von Fristen verhindern.

Ambientebeitrag: Nicht-Vereinsmitglieder entrichten einen Ambientebeitrag, der durch den Vorstand festgelegt wird. Für die Veranstaltungen 2017 liegt er bspw. bei 5 pro Contag. Dieser wird für Ausbesserungen am Equipment genutzt, die normalerweise durch die Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder finanziert werden. Der Beitrag ist bis spätestens 5 Werktage vor Veranstaltungsbeginn auf das Vereinskonto zu überweisen oder per Lastschrift einziehen zu lassen.

Schnupperangebot für LARP-Neueinsteiger: Wir freuen uns sehr über Interessenten am Hobby-Live-Rollenspiel. Durch unser Schnupperangebot wollen wir es Neulingen ermöglichen, das Hobby in unserem gewohnt hohen Gewandungs- und Ausrüstungsstandard zu erleben. Das Rundumpaket für eine fünftägige Veranstaltung liegt bei 320 Euro, zzgl. Fahrtkosten und einer Kaution in Höhe von 100 Euro (Stand 2016). Das von unserem Verein angebotene Schnupperpaket für eine fünftägige Veranstaltung beinhaltet: Eintrittskarte: 125 Euro, Lagerbeitrag: 75 Euro, Ambientesteuer: 25 Euro, Zeltsteuer: 15 Euro, Leih-Kostüm: 50 Euro, Leih-Bewaffnung: 30 Euro.
Die Kosten für die Eintrittskarte entsprechen den durchschnittlichen Kosten einer Karte für einen fünftägigen Großcon. Der Lagerbeitrag entspricht unseren Erfahrungswerten aus den letzten Jahren und setzt sich wie oben beschrieben zusammen. Die Transportkosten mit einer unserer Fahrgemeinschaften werden ggf. separat abgerechnet. Bei der Ambientesteuer werden Nutzung und Verschleiß des Lagers berücksichtigt. Dies ermöglicht dem Teilnehmer einen Sitzplatz an unserer Tafel unter unserem prachtvollen Baldachin sowie die Nutzung des Küchen- und Lagerequipments. In der Zeltsteuer ist ein Schlafplatz auf einem Feldbett in einem Rundzelt aus Segeltuch mit PVC-Boden enthalten. Das Leih-Kostüm beinhaltet ein komplettes Kostüm, bestehend aus: Beinlingen, Brouche, Kotte, Hemd, Gugel, Mütze, Tasche, Gürtel, Gürteltasche, Knieriemen, Schuhen und Knüppel (Polsterwaffe); sowie ein Geschirrset: Holzteller, Holzlöffel, Becher, Messer, Pfriem und einen Beutel. In der Leih-Bewaffnung ist ein Helm enthalten und eine Stangenwaffe (Polsterwaffe) oder eine Armbrust mit ausreichend Bolzen mit gepolsterten Sicherheitsköpfen. Die Kaution wird nach Rückgabe des geliehenen Equipments in ordnungsgemäßem Zustand rückerstattet. Interessenten melden sich bitte per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) beim 1. Vorstand.

Rücktritt von der Veranstaltung: Wenn ein Teilnehmer einer Sammelbestellung von seiner Teilnahme zurücktritt, erhält er die gezahlten Beiträge zurück, abzüglich einer Gebühr, die der Veranstalter ggf. bei Rückgabe der Karten erhebt, sowie einer Bearbeitungsgebühr von 15 Euro, die der Marturien e.V. erhebt. Es kann sein, dass der Veranstalter keine Rückgabe vorsieht; in dem Falle gibt der Marturien e.V. die Eintrittskarte an den Teilnehmer weiter und behält den Beitrag für die Eintrittskarte zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 15 Euro, ein. Falls ein Teilnehmer nicht spätestens sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn von der Teilnahme zurücktritt, erhebt der Marturien e.V. zusätzlich eine Gebühr für die entfallene Beteiligung an den Transportkosten in Höhe von 25 Euro sowie eine Gebühr für das gegebenenfalls stornierte Schnupperangebot in Höhe von 25 Euro. Durch diese Gebühren möchte der Verein die Teilnehmer an die Konsequenzen einer Absage erinnern, da durch eine Absage Mehrkosten für die übrigen Teilnehmer, aber gerade auch ein Mehraufwand der Organisation entsteht. Es soll damit vermieden werden, dass kurzfristige Absagen zu einer folgenlosen Selbstverständlichkeit werden.

Die Sammelbestellungen für Veranstaltungsbesuche inkl. Sammelanmeldung, Teilnahme- und Lagerbeitrag sowie das Schnupperangebot für LARP-Neueinsteiger sind Rundum-sorglos-Pakete, die unser Verein seinen Mitgliedern und interessierten Einsteigern anbietet, um den Besuch von Live-Rollenspiel-Veranstaltungen bereits im Vorfeld für alle Teilnehmer unkompliziert zu gestalten.